Archive for November, 2008
Kritik und Selbstkritik
Mittwoch, November 26th, 2008Alles Klar?!
Montag, November 24th, 2008Liebe BUndesregierung
Dienstag, November 18th, 2008Brüchig
Sonntag, November 16th, 2008
Alles ist brüchig, fragil. Nicht nur das Leben, sondern auch die Entwicklung. Nichts steht auf festen Füßen und wie schnell erwischt es einen. Irgendwie soll auch der heutige Volkstrauertag an so was erinnern. So ein typischer Herbstdepressionstag. Wobei: die inzwischen in den Kriegen,an denen die Bundeswehr beteiligt ist, gefallenen Soldaten sollte man sich auch erinnern - aber das wir im Krieg sind in Afghanistan und Somalia und…. will ja keiner der da oben eingestehen. Die Soldaten, die dort ihren Dienst versehen, werden allein gelassen.
Aber inzwischen zeigen auch andere Dinge, wie fragil alles ist. Das Bundesschnüffelgesetzt steht auch auf der Kippe, da sich wohl keine Mehrheiten mehr finden lassen. Den Bundesrat wird es wohl nicht passieren. Vielleicht mal ein Chance, wieder zur Besinnung zu kommen? Immerhin geht es so nach und nach um die fragile Freiheit jedes Einzelnen. Umd diese zu schützen, wird sie nach und nach abgeschafft.
Sind wir in einem Umbruch? Wohl anzunehmen. Ob es eine gute Zukunft gibt? Wer weiss. Aber vielleicht sollte man langsam aus der Geschichte lernen.
"Linksfaschist" läßt Wikipedia sperren
Sonntag, November 16th, 2008Sehr geehrter Herr Schäuble,
Donnerstag, November 13th, 2008Nein, ich bin kein böser Mensch. Glaube ich. Aber ich bin mir langsam nicht mehr so sicher. Jetzt, wo man in meine Privatsphäre eindringen kann kommt doch bestimmt vieles ans Tageslicht, was ich ohnehin nicht verheimlicht habe. Und ich dachte schon, es geht keinen etwas an, dass ich nichts zu verbergen habe. Aber wer weiß, was man alles aus dem macht was ich so mach. Dabei will ich ja nur Demokratie und Freiheit verteidigen. Und das willst du (ich darf dich doch dutzen, jetzt, wo du doch so viel über mich wissen wirst) ja auch, habe ich gestern in den Nachrichten gesehen. Ja, da hast du fürchterlich geschimpft, dass dir vorgeworfen wird, du würdest die Freiheit einschränken und so böse Dinge. Aber das du doch dieselbe verteidigst. Jawoll, und wenn du sie halt dafür aushebelst, die Freiheit und so… ja, was muss, dass muss, nicht wahr?
Na ja, und da habe ich mir gedacht, Manfred, habe ich mir gedacht, du hast sich doch so oft über so vielem geäußert, ja kann der Wolfgang denn da womöglich etwas Böses finden? Und ich habe mal darüber nachgedacht. Und das aufgeschrieben. Du findest diese Datei auf meinem C-Laufwerk und Daten/texte/privat/lebenruiniert.doc. Falls der BND besser mit PDF arbeiten kann, sag Bescheid, dann konvertiere ich das entsprechend. Sollte es für Dienstbesprechungen effektiver sein, mit einer Präsentation zu arbeiten: Ich könnte auch eine Powerpoint erstellen. Sag nur Bescheid, ich lege das unter dem gleichen Ordner ab. Man hilft ja wo man kann.
Nun gut, ich kann dir auch hier ein bisschen von mir erzählen. Denn schau mal, ich habe ja einen Link zu den PI-News. Und die sind ja unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Hab eich gehört, besser gelesen. Und wenn ich mir die Kommentare da anschaue, ja, dann kann ich das verstehen. Aber weist du, Wolfgang, ich bin für absolut freie Meinungsäußerung. Selbst, wenn mir die Meinung selber gar nicht passt. Ich bin unheimlich gegen Faschismus jeglicher Art. Auch den von Links. Oder den aus religiöser Motivation. Ja, es gibt faschistische Religionen auf diesem Planeten. Und damit menschenfeindliche. Und da mache ich mir auch Sorgen, weil solche Religionen sich auch in unserem Lande verbreiten. Und mir macht Sorge, dass man, wenn man seine Besorgnis beim Namen nennt, gleich in eine bestimmte Ecke gedrängt wird. Man muss einfach mal ehrlich drüber sprechen. Und darum mache ich das. Obwohl ich die Meinung von PI gar nicht teile. Aber ich mag auch keine PC. Und damit meine ich nicht den Personal-Computer.
Sicher, manchmal könnte der Einruck entstehen, ich würde unsere Politik verachten. Aber nein, lieber Wolfgang, ich verachte sie nicht. Ich verabscheue sie quasi. Quatsch, war ein Witz. Aber verstehst du? Unsere Politik in diesem Lande ist so absurd, dass ich nur mit Sarkasmus, Ironie und manchmal auch Zynismus darauf reagiere. Das klingt manchmal, oder eigentlich auch immer, böser als es wirklich ist. Seit Jahren weise ich darauf hin, dass unsere Wirtschaft, unser Wirtschaftssystem zusammenbrechen wird. Es schein auch logisch. Und nun, da es passiert, habe ich natürlich Sorge, dass man mich dafür verantwortlich macht. Wo ich es doch vorher wusste. Ich schwöre: da sind ganz andere verantwortlich. Echt. Wenn du es nicht glaubst: Schaue doch einfach mal in den PC’s von Ackermann und Co. Da wirst du sicherlich was finden, was mich entlastet.
Und glaube mir, ich liebe unser Land – und alles was ich schreibe und tue mache ich aus Besorgnis über unser Land. Weil ich doch auch möchte, dass alles hier so schön ist und gemütlich. Wirklich. Eigentlich bin ich doch auf deiner Seite. Wirklich.
Und damit erstmal alles Gute, Lieber Wolfgang. Wir sehen uns dann auf meiner Festplatte.
Dein Manfred
(Hoffentlich liest keiner das Geschleime – aber ich muss doch irgendwie meinen Kopf aus der Schlinge kriegen…)
Noch so ein Tag
Mittwoch, November 12th, 2008Abgefahren
Montag, November 10th, 2008Heute morgen eine Begegnung der dritten Art: Pünktlich kam die SB30 kurz vor 6 Uhr. Soweit normal bis auf wenige Ausnahmen. Einstieg wie gewohnt. Karte zücken, Guten Morgen und ab auf den Sitz. Nein, da steht ein freundlicher,älterer Herr auf und bittet, die Karten an den am Eingang angebrachten Chipleseautomaten zu halten. Bestätigung, Karte ok, und dann erst rein. Und im Gesicht bleibt ein großes Fragezeichen….
Hat die NIAG ein neues Mittel gegen Schwarzfahrer? Ich meine, eine Sichtkontrolle der Chipfahrkarten sagt ja alles, aber nicht, ob die Karte gültig ist. Insofern scheint es ja sinnvoll. Aber ich bemerkte dann doch eine technisch bedingte Verzögerung beim Einstieg. Und wie mag es erst sein, wenn sich eine große Menschenmenge in den Bus drängt und nicht die paar Mennekes.
Nun ja, ich hoffe, dass sich das mit dem Automaten erledigt. Scheint eher eine Bremse zu sein. Mal abwarten. Ob es wirklich Sinn macht.
Schicksalstag
Sonntag, November 9th, 2008Die Amerikaner haben den 11.9. - wir Deutschen den 9.11. - was natürlich zynisch klingt. Aber tatsächlich hat der 9.11. für die Deutschen einen schicksalhaften Charakter, wie ich mich ja schon in früheren Beiträgen zum Tag ausgelassen habe.
Zur Erinnerung aus der Wikipedia:
- 1848 – Erschießung von Robert Blum in Wien: Anfang vom Ende der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes
-
1918 – Novemberrevolution: Maximilian von Baden verkündet eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. und betraut Friedrich Ebert mit den Amtsgeschäften. Der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft vom Reichstagsgebäude aus die Deutsche Republik aus. Am selben Tag, jedoch einige Stunden später, verkündet Karl Liebknecht vom Berliner Stadtschloss aus die deutsche Räterepublik.
-
1923 – Hitler-Ludendorff-Putsch: erstmals international wahrgenommenes Auftreten des Nationalsozialismus
-
1938 – Novemberpogrome (umstritten auch „Reichskristallnacht“ genannt): Übergang von der Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden zur Zeit des Nationalsozialismus
-
1967 – Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten Studenten ein Transparent mit dem Spruch Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren, der zum Symbol der 68er-Bewegung werden wird.
-
1989 – Mauerfall: Beginn der friedlichen Wiedervereinigung Nachkriegsdeutschlands
Beeindruckende Aufzählung von Tagen, die Deutschland nachhaltig geprägt haben. In der Erinnerung bleibt der 9. November aber Hauptsächlich wegen zweier Ereignisse: 1938 die Progrome und natürlich auch die Öffnung der Mauer 1989.
Gedacht wird aber in erster Linie der Reichsprogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938, die den Höhepunkt einer Reihe von gewaltsamen Ausschreitungen gegen die in Deutschland lebenden Juden bedeutete. Dies jährt sich nun zum 70. Mal - ein Grund, sich verstärkt Gedanken zu machen.
Die Ereignisse des 9.11. waren tatsächlich der gewaltätige Höhepunkt einer ungesunden Entwicklung von Hitlers Deutschland. Begonnen hat es eigentlich mit der Machtübernahme der Nazis 1933. Generalstabsmäßig wurde die vernichtung der Juden angegangen. Einschränkungen per Gesetze, Bedrohungen… Nur musste man auch das deutsche Volk dabei mitnehmen und damit auch zum Komplizen machen. In der Woche vor der sogenannten “Reichskristallnacht” begannen gewalttätige Auschreitungen gegen jüdische Geschäftsleute, Ärzte, Lehrer und Künstler, die sich immer mehr auf die gesamte jüdische Bevölkerung ausbreitete. Erst brannten die Geschäfte, zu Letzt Synagogen. Angeheizt durch SA-Truppen und deren willigen Helfer schauten die meisten Deutschen zu - oder eher weg. Konnten aber damit auch nicht mehr sagen “Davon habe ich nichts gewusst”. Insgesamt sollen über 400 Menschen ums Leben gekommen sein in dieser einen Woche. Ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Über 30.000 wurden in die KZ verbracht. Deutsche, die sich weigerten,mitzumachen oder aktiv halfen, wurden entweder verhaftet, verprügelt oder gar getötet.
Kein Ruhmestag für Deutschland. Und leider immer noch kein offizieller Gedenktag als Feiertag.
Ab diesem Tag konnten die Deutschen eben sich nicht mehr heraus reden. Die Ereignisse danach, die komplette Judenvernichtung, lief zwar mehr oder weniger im Geheimen ab. Aber es dürfte klar gewesen sein, was passiert. Dagegen gemacht haben nur wenige.
Insofern mussten die Deutschen ihre Lehren aus diesem Tag ziehen. Damit diese Ereignisse sich niemals mehr wiederholen. Ob das wirklich so ist wird sich in der Zukunft zeigen. Denn in Deutschland steht ein schwieriger Integrationsprozess an - und das kann noch heikel werden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Juden damals integrierte Deutsche waren und keine Migranten aus einer anderen Kultur, die sich integrieren mussten.
Der 9. November wird immer ein besonderer Tag für die Deutschen bleiben. Aber im Gedenken an die Ereignisse kann man positiv gestalten lernen. Insofern sollten die Opfer von damals nicht vergessen und damit nicht umsonst gewesen sein.
