Archive for the ‘Weltgeschehen’ Category

Zaster her oder “WUMM!”

Montag, Juli 13th, 2009
“Wenn wir nichts bekommen, werden sie nichts bekommen”

In Frankreich drohen entlassene 366 Beschäftigten eines Zulieferer-Werks in New Fabris im westfranzösischen Châtellerault mit der Sprengung ihrer Fabrik. Das Werk ist Zulieferer der Autokonzerne Renault und Peugeot und Citroën. Die (Ex)-Beschäftigten stellten ihrem Management ein Ultimatum bis zum 31. Juli, um jeweils 30.000 Euro Abfindung zu erhalten. “Wir haben Gasflaschen in die Fabrik gebracht”, sagte ein Gewerkschaftsvertreter , “alles ist bereit, damit sie explodieren.”Typisch Frankreich, möchte man meinen. Es passiert etwas, das den Bürgern, den Bauern oder wem auch immer nicht gefällt - und schon brennt Paris. Ist zwar übertrieben, aber nicht viel. Schon im März haben Mitarbeiter von Continental ihre Manager als Geiseln genommen - um zumindest eine gute Abfindung zu bekommen.

Hierzulande ist das fast undenkbar. Das letzte Mal; ich glaube, es war sogar das einzige Mal; als so etwas ähnliches passierte waren es die Krupparbeiter aus dem Werk Rheinhausen, die in die Villa Hügel eingedrungen sind, um die Manager mal freundlich auf ihre Verantwortung hinzuweisen. Eigentlich schade, obwohl es ja kriminell ist, dassso was wie in Frankreich nicht hier passiert. Soll den Managern doch mal ruhig der Arsch auf Grundeis gehen. Bislang hat sich die Tarifautonomität bewährt. Aber, wie wir bei Opel sehen, wird das langsam Makulatur.

Jetzt warten wir mal ab, ob Ende Juli das Werk in die Luft fliegt.

RP-Online

Michael Jackson R.I.P.

Freitag, Juni 26th, 2009

Überraschend, aber nicht verwunderlich: Michael Jackson ist tot. Nur wenige Wochen vor dem Beginn seiner geplanten Comeback-Tour erlitt der “King of Pop” einen Herzstillstand. Jackson wurde nur 50 Jahre alt.

Weltweit trauern Fans und Kollegen um den wohl bekanntesten und erfolgreichsten Musiker aller Zeiten. Selbst mir, der ich kein ausgewiesener Jackson - Fan bin, geht das nahe, da “Jacko” mich ja musikalisch eine Weile begleitete und man sich über seine Eskapaden vehement lustig machte.

Dabei ist Michael Jackson eher eine tragische Figur. Vom Vater zum Erfolg geprügelt hatte Klein Michael nie eine richtige Kindheit. Die er später mit Kindern nacherleben wollte, was wohl zum Mißbrauchsverdacht führte. Dazu kommen gesundheitliche Probleme, die durch seine Schönheits-OPs sicher nicht verbessert wurden.

Gleichwohl ist Jackson ab Ende der 70er nach einer Erfolgsgeschichte mit den Jackson Five (Seine Brüder und Michael) unter der Regie des Erfolgsprodutenten Quincy Jones durchgestartet. Off The Wall, Thriller und Bad hießen die Erfolgsalben der 8oer, die Jones mit Jackson produzierte. Gerade Thriller war das Werk, welches Jackson als “Gott” in den Pophimmel schoß. Und das auch mir am besten gefiel, insbesondere an diesem Werk auch meine Lieblingsmusiker mitfeilten. Im Prinzip fast ganz “Toto” und natürlich Eddie van Halen. Und genau so etwas machte die Musik Jacksons aus. Sie überschritt die Grenzen der einzelnen Schubladen von R&B, Blues, Pop und Rockmusik. Thriller ist sicherlich nicht ohne Grund das erfolgreichste Album aller Zeiten (über 100 Millionen verkaufte Einheiten) und Jackson als bedeutenster Künstler des letzten Jahrhunderts gewählt worden. Dazu hat Jackson auch Maßstäbe in der Vermarktung gesetzt, wie der Einsatz aufwändiger, inzwischen Kult gewordender Musikvideos (Thriller, Bad, Billie Jean, Dangerous).

Was leider haften bleibt, ist die Skandalgeschichte - von seinem exzentrischem Verhalten (Sauerstoffzelt), Schönheits-OPs (Nase!!) und eben Kinder. Dabei hat uns eine gutes Stück Musikgeschichte verlassen.

Ruhe in Frieden.

Unter einem Hut

Montag, Juni 22nd, 2009

Wenn man so beschäftigt ist wie ich achtet man nicht so sehr auf dass, was sich herum so tut. Irgendwie so Nebenerscheinungen.

Da revoltieren die Iraner wie vor 30 Jahren. Marodierende Schüler und Studenten ziehen durch die Innenstädte, fast wie vor 40 Jahren, um eine vernünftige Bildung zu fordern. Zumindest in ihren Augen vernünftige Bildung. Und missionierende Christen werden ermordet, was in einem islamischen Staat eigentlich nicht verwundert.

Im Iran will man nicht ein Mal eine grundlegende Änderung der gesellschaftlichen und politischen Gegebenheit. Vor allem soll Ahmadinedschad weg, der nicht nur dem eh schon ramponierten Ansehen Irans schadet, sondern auch innenpolitisch eher rückwärts gewandt scheint. Sein Herausforderer Mussawi ist auch eher konservativ - aber liberaler, so scheint es. Und alles riecht ja nach Wahlbetrug. Obwohl Ahmadinedschad erheblich an Stimmen eingebüßt hatte. Aber auch wenn keine Wahlmanipulation stattgefunden hat - verlieren ist nicht des Persers, des Arabers Ding. Weshalb sich Demokratie dort schwer tut. Insofern ist der Aufstand des Verlierers quasi schon Pflicht, um das Gesicht zu wahren - den Demonstranten geht es wohl um mehr. Mehr Freiheit, z.B. Und natürlich schaut die Welt auf die Entwicklung im Iran - weniger wegen der Demokratie, mehr wohl wegen dem Erdöl….

PISA sei Dank, dass wir so geniale Manager haben. Denn Bildungsmäßig scheint Deutschland ja hinterher zu hinken im internationalen Vergleich. Das zu ändern schaffen die Berufsneurotiker…politiker anscheinend nicht, so dass sich Schüler und Studenten zu Protesten genötigt sahen. Die waren nicht immer friedlich, aber Tradition ist Tradition. Und gegen 68 ist das ja wirklich noch harmlos gewesen. Allerdings ist die Lage eine andere als damals. Vor allem, da die Bildungsmisere den sogenannten 68ern zu verdanken ist. Denn gerade die sind es ja, die Bildungspolitik gestaltet haben, zum Beispiel in NRW mit dem Abi für alle. Und an den Lehrerpulten stehen die Alt68er. Mmmh, irgendwas schein da schief gelaufen zu sein. Vielleicht, weil der Mensch nicht dem Ideal der 68er entspricht… Naja, jedenfalls wird zu wenig in Bildung investiert. Und zu viel in ideologischen Grabenkämpfen aufgerieben.

Und die zwei Christinnen, die sich angeblich helfend aber insgeheim doch missionierend im Jemen aufgehalten haben und das mit dem Leben bezahlt haben…. Gehören eigentlich schon in mein Religionswatchblog. Nach allem, was ich so in den Berichten gesehen habe waren die zwei mit der üblichen freikirchlichen Ignoranz gesegnet und sind trotz aller Warnungen in den Jemen - um den armen menschen dort “das Wort zu bringen”. Die medizynischen Hilfe ist dabei immer nur der aufgesetzte Vorwand, um dieses zu tun. Was in einem muslimischen Land nicht so gut kommt und anscheinend islamische Terrorgruppen motiviert hat ein Zeichen zu setzen. Schrecklich. Aber irgendwie kann ich kein Mitleid mit den beiden Mädchen empfinden. Jedenfalls nicht so wirklich.

Und wie bekomme ich jetzt alles unter einen Hut? Gar nicht. Aber irgendwie passieren immer wieder so bizzarre Dinge zur gleichen Zeit. Gut, dass die Sonne wieder arbeitet und Sonnenflecke produziert. Dann kann ja, wie berechnet, der Höhepunkt der Aktivität im Jahre 2012 kommen und durch elektromagnetische Stürme die elektrisierte Welt lahm legen. Passt ja zum Maya-Kalender - der endet bekannter Maßen im Jahr 2012. Und das macht einigen Leuten ja Sorge… Obwohl die Maya den nicht zu Ende geschrieben haben weil sie Zwecks ihres Untergangs nicht dazu kamen….

Guten Start in die erste Sommerwoche.

Käfighaltung ala Arizona

Donnerstag, Juni 18th, 2009
“Humanität besteht darin, daß niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.” Albert Schweitzer

Und sei es nur, wegen einer zweckmäßigen Käfighaltung. Oder eher des mäßigen Zwecks wegen. Es ist, trotz Käfighaltung, nicht von Legehennen die Rede. In Arizona geht man anscheinend ungerührt mit Menschen noch schlimmer um. Bei fast 50 Grad Celisius pfercht man Gefangene, die auf eine Verlegung warten, z.B., in solche Käfighaltung. Wenn auch nicht für lange, wie betont wird. Aber anscheinend bei den Temperaturen zu lange - es ist eine Gefangene nach dieser Tortur gestorben.

 Artikel in Focus Online

Bleibt alles anders

Sonntag, Juni 7th, 2009

Bei der heutigen Europawahl hat die Union ersten Prognosen zu Folge ca. 38 Prozent der Stimmen erreicht, die SPD 21 Prozent, FDP knapp 11 und Grüne etwa12 Prozent. Die Linke würde  mit 7 Prozent den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen.

Von einer Volkspartei SPD kann man so langsam nicht mehr sprechen - auch ohne Schröder-Malus, der vor 5 Jahren der Union sehr nutzte, kommt die alte Dame nicht mehr auf die Sprünge. Die Haltung bei Opel, Arcandor und Wirtschaftskrise scheint auch keinen Bonus zu bringen - verwunderlicher Weise steigt die Stimmenzahl für die FDP - und ein Ruck nach links hilft auch nicht weiter.

Sollte man, was allerdings nur begrenzt möglich ist, die Europawahl als Testwahl für die Bundestagswahl sehen, läuft wohl alles auf eine starke absolute Mehrheit  von Schwarz-Gelb hinaus. Aber vielleicht wartet man auch den Trend der Kommunalwahlen ab, z.B. in NRW. Wie auch immer: Links als Massenbewegung scheint eher ins Stocken zu geraten - während eher “rechts” motivierte Parteien, wie in England oder Holland, Zulauf bekommen. Gerade, wenn sie klare Ansagen zum Islam und damit zur Zuwanderung vorwiegend türkischer Migranten findet. Hier wartet noch ein heißes Thema, dass auch die “Volks”parteien tangieren wird.

Nachtrag am 08. Juni 09:

Ergebnisse der EU-Wahl

Was wirklich tragisch ist

Mittwoch, Juni 3rd, 2009
Schreckliches Familiendrama an der englischen Südküste: Ein trauerndes britisches Paar ist mit der Leiche seines verstorbenen Sohnes im Rucksack in den Tod gesprungen. Der Fünfjährige war einer Hirnhautentzündung erlegen.

Als ich diese Nachricht gelesen habe wurde mir mal wieder so blümerant. Man schaut ja wirklich nur noch auf die großen Dinge im Leben, die ja so bedrohlich sind. Und was ist mit dem Nächsten? Der Junge ist nach einer Hirnhautentzündung aus dem Krankenhaus entlassen worden, so die Meldung weiter, da ihm nicht mehr geholfen werden konnte. Zu Hause ist er dann wohl an der Erkrankung gestorben - und die Eltern packten ihn in einen Rücksack, die Plüschtiere in einen anderen und sprangen dann von den Klippen. Dort fand die Polizei dann auch die drei Leichen.

Ich habe ja schon viel gehört über die mangelhafte englische Medizynversorgung. Vielleicht erwartet man auch zu viel von Medizynikern. Aber hat man da nicht wahrgenommen, was sich anbahnt, die Verzweiflung der Eltern? Wenn man ein Kind verliert ist das immer hart. Aber in dem Fall müssten die Eltern ja schon vorher entsprechend agiert haben - bei der Versorgung im Krankenhaus.

Aber so etwas geht mir immer nahe - vielleicht, weil unser Sohn zu Beginn seines Lebens auch so schwer lag. Und man bangte und hoffte. Und ein Verlust so nahe lag. Bei uns ging alles gut aus - dort in England anscheinend nicht. Insofern mag es einfach so passiert sein. Bedrückend ist sowas jedenfalls immer.

Erwartungshaltung

Donnerstag, April 30th, 2009
Die EU rechnet mit Todesopfern durch die Schweinegrippe in Europa.

Menschen werden dadurch sterben, es ist nicht die Frage, ob Menschen sterben
werden, sondern wie viele”, sagte der EU-Generaldirektor für Gesundheit, Robert
Madelin, der Nachrichtenagentur Reuters in Brüssel. “Werden es Hunderte,
Tausende oder Zehntausende sein.” Zugleich bemühte sich Madelin um Beruhigung: “Wir kennen nicht das Ausmaß der Pandemie. Aber Europa ist besser vorbereitet als jemals zuvor”, versicherte er. Ein Impfstoff könne innerhalb von 100 Tagen in Europa zur Verfügung stehen.(Quelle:Stern.de)

Hmm, das Gros der EU-Bürger scheint wesentlich gelassener zu sein - was in Anbetracht der Harmlosigkeit des Virus auch geboten scheint. Mit den vorhandenen Mitteln läßt sich die Infektion anscheinend problemlos bekämpfen. Also, kein Grund zur Panik. Obwohl sie prima von der Wirtschaftskrise ablenken könnte - eine WM oder EM, die von den Problemen bzw. deren Lösungen ablenken würde, ist erst in Jahresfrist zu erwarten. Insofern kommt die Schweinegrippe, die ja eher eine Menschengrippe ist, wie gerufen. Blöd nur, dass keiner in Panik verfällt.
Beklemmend aber, dass die EU-Kommission von ihren Bürgern Todesopfer erwartet. Ob sie da nicht etwas zu viel erwartet? Würde zwar die Arbeitslosenzahlen mindern - aber deswegen gleich sich dem Tod opfern? Nana, habt ihr da nicht die falsche Erwartungshaltung?! Ab auf den Blocksberg und Hexensabbat feiern.

Grein-Donnerstag

Donnerstag, April 9th, 2009
Ja, der Gründonerstag heißt nicht so, weils farbig absticht, sondern weil das der Weintag vor Ostern ist - heute wird der Lattenjupp verraten und dann ans Kreuz getackert. Heute nach dem jüdischem Tag. Und das wird gegreint. Also beweint.
Egal. War so beschäftigt die letzte Woche, dass ich gar nicht so großartig auf das Weltgeschehen geachtet hatte. War nicht der Erlöser da? Erst als Friedensaktivist für eine Welt ohne Atomwaffen, dan als Europäer und zum Schluß als Türke?! Und war es nicht auch so, dass die, die für den Frieden kämpfen, Straßburg in Schutt und Asche gelegt hatten?! Hmmm, die meinen es ernst mit dem Kampf für den Frieden.
In Schutt und Asche auch Mittel-Italien. Diesmal waren es keine Friedensaktivisten und auch kein U-Bahn-Bau. Es rappelt einfach im Karton und schon sind hunderttausende Menschen Obdachlos und einige Hundert tot. Dramatisch.
Dramatisch soll ja auch sein, dass der FC Bayern an seinen Ansprüchen — oder an Klinsmann scheitert. Was daran dramatisch ist, weiss ich allerdings nach einigen echten Katastrophen auch nicht. Dafür gibt es die Verschrottungsprämie, die unsägliche, immer noch und das länger. Was das mit dem FC Bayern zu tun hat oder mit einer eher weniger amtierenden Regierung - keine Ahnung. Aber irgendwie kommt mir da so ein Verdacht.
Jaja, es ist schon zum greinen, was sich da so tut. Und ich freue mich auf die Ostertage, weil ich dann Urlaub habe. Vielleicht kann man sich ja etwas auf das Wesentliche besinnen - was immer das sein mag.
Was soll’s - ich wünsche allen ein schönes Osterfest.

Rundlauf-Weglauf

Montag, März 30th, 2009
Hartmut Mehdorn - Fritz Schramma - Rick Wagoner - Das läuft rund. Drei Personen, drei mal Ende mit Schrecken. Und ohne Einsicht. Alle drei zurückgetreten - worden.
Rick Wagoner unter dem Druck Obamas, der endlich ein tragbares Konzept für GM haben wollte, damit endlich Unterstützung für den maroden Autohersteller geprüft wird. Für Deutschland und Opel sah es unter Wagoner auch nicht so prickelnd aus - nun könnte Bewegung in die Opelkrise kommen.
Schramma ist eigentlich nicht zurück getreten-er tritt halt doch nicht mehr zur Bürgermeisterwahl Ende August an. Eingesehen, dass er als Verwaltungschef und als OB der viertgrößten deutschen Stadt versagt hat, hat er nicht - er sah sich mehr als “Kümmerer”. Zu wenig seit 1999. Vorher ging das ja - aber die Ansprüche an einen OB sind größer geworden. Eine mehr als unglückliche Figur, nicht nur im U-Bahn-Skandal.
Hartmut Mehdorn, der mit Vornamen eigentlich Bahnchef hieß, hinterläßt einen etwas zwiespältigen Eindruck. Zum einen hat er eine prima Bilanz vorgelegt - andererseits hat seinen Rücktritt angekündigt. Obwohl er die Bahn wie beauftragt Börsen fit gemacht hat. Aber da sind so viele andere Dinge schiefgelaufen. Aber das lag ja nicht an Mehdorn - Gott macht nie Fehler.
Und das haben alle drei gemeinsam: sie haben doch nichts falsch gemacht. Das waren immer die anderen. Dass sie als Chefs die Verantwortung für das haben, was in ihrem Laden läuft, ist wohl nicht bewußt bei den Herren. Die Millionen gibt es nicht ohne Grund. Hatte man wohl gedacht, aber….
Nun ja, längst überfällige Schritte, wenn auch längst überfällig, sind gemacht. Worden. Ob es besser wird? Na, da laß ich mich mal überraschen. So wie beim täglichen warten, ob die Bahn pünktlich kommt. Aber wenn schon der Rücktritt verspätet kommt

In die Versenkung

Freitag, März 20th, 2009
Monster, Inzestmonster - so ist Josef Fritzl genannt worden. So wird er auch für den Rest seines Lebens bezeichnet werden. Das wird Fritzl hinter Gittern einer Anstalt für geistig abnorme Täter verbringen. Mit dem heutigen Urteil ist ein vorläufiger Schlussstrich uner einer der spektakulärsten Kriminalfälle Österreichs gezogen worden. Fritzl hat sich in allen Angklagepunkten für Schuldig erklärt.
Die Leben, die er zerstört hat, wird das nicht wieder ins Lot bringen. Nicht das seiner Tochter Elisabeth und auch nicht das der mit ihr gezeugten Kinder noch das seiner Ehefrau. Ob er wirklich eingesehen hat, was er da angerichtet hat? Ob er wirklich bereut? Wer weiss das schon.
Als die ganze Geschichte ans Licht der Öffentlichkeit kam war der Fall Kampusch noch gar nicht richtig verarbeitet - da wird noch einer drauf gesetzt. Die ganze Welt zeigte plötzlich auf Österreich wie zuvor nach dem Fall Dutreaux (wird der so geschrieben?)auf Belgien. Wohl weil man an so was Böses mitten in der sogenannten Zivilisation nicht glauben mag.
Wird so etwas als Film veröffentlicht, attestiert man diesem Plot glatt ein “Übertrieben und Wirklichkeitsfern” - die Wirklichkeit ist so unglaublich. In einem Gespräch mit einer Bekannten über einen anderen Film namens “Hostel” sind wir irgendwann zur Erkenntnis gelangt, dass vielleicht tatsächlich irgendwo so etwas ähnliches passiert.
Nun, wenn auch von der Öffentlichkeit meist ein “Kopf ab” bevorzugt wird, so ist Fritzl immerhin rechtsstaatlich verurteilt. Immerhin.