Was wirklich tragisch ist
Schreckliches Familiendrama an der englischen Südküste: Ein trauerndes britisches Paar ist mit der Leiche seines verstorbenen Sohnes im Rucksack in den Tod gesprungen. Der Fünfjährige war einer Hirnhautentzündung erlegen.
Als ich diese Nachricht gelesen habe wurde mir mal wieder so blümerant. Man schaut ja wirklich nur noch auf die großen Dinge im Leben, die ja so bedrohlich sind. Und was ist mit dem Nächsten? Der Junge ist nach einer Hirnhautentzündung aus dem Krankenhaus entlassen worden, so die Meldung weiter, da ihm nicht mehr geholfen werden konnte. Zu Hause ist er dann wohl an der Erkrankung gestorben - und die Eltern packten ihn in einen Rücksack, die Plüschtiere in einen anderen und sprangen dann von den Klippen. Dort fand die Polizei dann auch die drei Leichen.
Ich habe ja schon viel gehört über die mangelhafte englische Medizynversorgung. Vielleicht erwartet man auch zu viel von Medizynikern. Aber hat man da nicht wahrgenommen, was sich anbahnt, die Verzweiflung der Eltern? Wenn man ein Kind verliert ist das immer hart. Aber in dem Fall müssten die Eltern ja schon vorher entsprechend agiert haben - bei der Versorgung im Krankenhaus.
Aber so etwas geht mir immer nahe - vielleicht, weil unser Sohn zu Beginn seines Lebens auch so schwer lag. Und man bangte und hoffte. Und ein Verlust so nahe lag. Bei uns ging alles gut aus - dort in England anscheinend nicht. Insofern mag es einfach so passiert sein. Bedrückend ist sowas jedenfalls immer.